Mittwoch, 8. Mai 2013

Eigentlich ein ganz normaler Tag

Jürgen ist geschäftlich in München. Da es ein wichtiger Termin ist und es wohl ziemlich spät wird bleibt er gleich dort und fährt dann morgen in Ruhe nach Hause. Soweit so gut. Als ich aber auf den Kalender gucke, stelle ich mit leichtem Entsetzen fest, dass ja heute "Papakochen" im Kiga ist.

Was also tun, wenn gerade heute der Papa nicht greifbar ist? Genau man befragt Jürgens Trauzeugen Gerd und durch einen glücklichen Zufall hat er auch noch Zeit. Als ich Max nach der Mittagspause erzähle, dass später Gerd kommt und mit ihm zum Köchen geht, sagt er: "geht nicht ist PAPAkochen!" Ich erkläre ihm, dass der Papa leider arbeiten muss, aber Gerd sich ganz tolle freut mit ihm hinzugehen. Er überlegt lange und sichtbar angestrengt, dann erklärt er: "ist dann nicht PAPAkochen, sondern MÄNNERkochen!" Sichtbar zufrieden mit seiner Erklärung zieht er weiter seine Schuhe an.

Als wir gerade im Garten sind, klingeln Luca und seine Mama Siggi. Während Siggi und ich gemütlich Kaffeetrinken und eifrig Sticker für das Deutschlandalbum austauschen spielen die drei Kinder im Garten. Als ich zufällig aus dem Fenster gucke, sehe ich Lotte fröhlich von der obersten Etage unseres Klettergerüsts winken. Ich schaffe es vom Esstisch zum Spielplatz in gefühlten 0,123 Sekunden. Bisher hat sie es nichtmal ansatzweise geschafft hochzuklettern. Anscheinend war der Ansatz Luca zu folgen wohl ein ziemlicher Anreiz. Nun hat sie den Dreh raus und ich bin wieder eine Stufe näher am Wahnsinn.

Als Gerd, Max, Luca und Wolfi im Kiga sind. Pflanzen Lotte und ich schon einige Pflanzen in den Gemüsegarten. Lotte will natürlich angießen und macht das auch richtig gut. Ich setze mich also in den Liegestuhl und genieße 5 Minuten Ruhe, als ich die verzweifelten Rufe von Lotte höre: "Mama! NASS!" Ich springe auf und Lach mich halb schlapp als ich sie sehe: Irgendwie hat sich der Schlauch in Ihrer Hand verdreht, so dass sie sich nun voll Kanne selbst gießt. Vor lauter Schreck, lässt sie aber den Schlauch nicht los, sondern hält ihn krampfhaft fest auf ihr Gesicht gerichtet!

Nachdem wir wieder trocken sind, genießen wir das Essen im Kiga.




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